Literarische Schätze der Lausitz heben, katalogisieren, archivieren, aktualisieren, literaturwissenschaftlich aufarbeiten, in der kulturellen Bildungs- sowie Ortsgeschichtsarbeit einsetzen.

Seit vielen Jahren ist der Autor Wolfgang Wache neben seiner eigenen literarisch-künstlerischen Arbeit und seinem Engagement für die kulturelle Bildung auch ein interessierter Leser Lausitzer Literatur. Die Idee einen Ort einzurichten, an dem literarische Werke und literarisch Schaffende, die sich der Lausitz widmen, ein Zuhause finden, wartet schon lange auf ihre Umsetzung und Verwirklichung.

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Lausitzer Lyrikfestival

AKTUELL 2018

„Ich bin nur ein kleines Licht“ Mina Witkojc‘ zum 125. Geburtstag

„Was ich an Mina Witkojc schätze, ist ihre literarische Vielseitigkeit“, sagt Yana Arlt von der Lausitzer Literatursammlung. Sie sieht in ihrem eigenen lyrischen Schaffen Parallelen zum Oevre der sorbischen Dichterin und Journalistin, die vor 125 Jahren, am 28. Mai 1893 in Burg/ Spreewald geboren wurde. Mina Witkojc beginnt als Jugendliche Gedichte in deutscher Sprache zu schreiben. Das ist deshalb nennenswert, weil es der Begegnung mit Arnošt Muka, dem sorbischen Schriftsteller und Volkskundlers bedarf, um für die 30 Jährige den Anstoß zur Auseinandersetzung mit den eigenen wendischen Wurzeln zu geben. Jetzt schreibt sie in Niedersorbisch und arbeitet als Redakteurin beim „Serbski Casnik“. Es entsteht auch der Text „Mysli wo wojnje/Gedanken über den Krieg“, der für Yana Arlt so aktuell wie damals ist und den sie deshalb in das Leseprogramm aufnimmt, das sie zu Mina Witkojc‘ 40. Todestag im Jahr 2015 gemeinsam mit Günther Paulisch (Domowina Ortsgruppe Senftenberg), Susann Vogel (Dichterin und Literaturwissenschaftlerin) und Hanka Mark (Schauspielerin und sorbische Muttersprachlerin) in Senftenberg gestaltet. „Wenn ich in Schulen und Bibliotheken Autoren der Lausitzer Literatursammlung vorstelle“, so Yana Arlt, „lese ich diesen eindringlichen Text von Mina Witkojc und frage, ob die Zuhörer sagen können, wann er geschrieben wurde.“ Doch 1928 und in den Folgejahren entstehen in Burg, Erfurt und Prag nicht nur Artikel, Essays und Briefe sondern besonders auch Gedichte. Die „Erfurter Erinnerungen/ Erfurtske spomnjeśa“ widerspiegeln die Zeit um 1941, in der Mina Witkojc, unter der Ausweisung aus der Lausitz leidet. Trotz allem bewahrt sich die Dichterin den poetischen Blick auf ihre Heimat und die Lebensbegegnungen. So setzt sie in „Geburtstagsgeschenk“ ihrer Großmutter ein Denkmal und Kito Lorenc, sorbisch-deutscher Lyriker, Übersetzer und Dramatiker übersetzte aus „Mjatel“ die letzten Verse: „Da nun der Frühling kam – erwach doch, lebe! Aus dunklem Todesschlaf die Flügel hebe, daß sie mit allen Farben schmück die Sonne!“

Lausitzer Literatursammlung/ Literaturzentrum „Ich schreibe!“

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Am 31. Januar 2018 trafen sich die Initiatoren und Sympathisanten der „Lausitzer Literatursammlung“ in den Vereinsräumen des Literaturzentrums „Ich schreibe!“ in Senftenberg und sprachen über die Vorhaben im neuen Jahr.
Anwesend war auch Eckhart Stein vom „Verein für Heimatpflege 1909 e.V.“ Senftenberg, der sich für eine Kooperation mit dem NLZ „Ich schreibe!“ e.V. einsetzt. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Senftenberg wird fortgesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seit November 2015 gibt es die Veranstaltungsreihe
„Autoren im Gedankenaustausch mit Autoren“
präsentiert werden Werke aus der Lausitzer Literatursammlung

Die erste Veranstaltung widmete sich Mina Witkojc
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Im Januar 2016 stellt Wolfgang Wache neben Leben und Werk von Horst Mönnich auch eigene Texte vor.
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Artikel in der „Lausitzer Rundschau“ vom 2. Februar 2015

LR2Feb15-Briesker bauen Lausitz-Bibliothek auf-72